1.5 Nehmen und Geben – Wie stark ist unser Egoismus?

Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält.

Eine gewisse Portion Egoismus ist durchaus angebracht, denn der Sinn für die eigenen Bedürfnisse und Wünsche ist eine wichtige Voraussetzung für unser seelisches Wohlbefinden, und er ist Voraussetzung für ein soziales Miteinander. Erst dadurch werden Rücksichtnahme, Toleranz oder gegenseitiges Verständnis überhaupt erst möglich. In bestimmten Grenzen ist also Egoismus durchaus notwendig, damit wir die Bedürfnisse anderer Menschen in unser eigenes Handeln einbeziehen können.

Die Evolutionsbiologie geht davon aus, dass Egoismus eine überlebensnotwendige Eigenschaft von Lebewesen ist. Notwendig deshalb, damit man sich gegen Konkurrenten behaupten kann, um sein eigenes Erbgut zu vermehren. Dies trifft nicht nur auf Menschen zu, sondern auch auf Tiere und Pflanzen. Löwen teilen z.B. nicht freiwillig ihre Beute, und ein Baum kümmert sich wenig darum, dass er mit seinen Ästen und Blättern anderen Pflanzen das Licht und somit deren Lebensgrundlage entzieht.

Inhalte

  • Wie viel Egoismus braucht der Mensch?
  • Ist der Mensch von Natur aus egoistisch?
  • Je kleiner die Kinder, desto größer der Egoismus.
  • Hohes Einfühlungsvermögen mindert egoistisches Verhalten.
  • Der Fall Phineas Gage.
  • Das „Trolley-Problem“.
  • Das limbische System als Ursache für Egoismus.
  • Hormone als Ursache für Egoismus.
  • Gene als Ursache für Egoismus.

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