Der Mensch versteht vor allem das, was er verstehen will

Nur in den seltensten Fällen reicht der Verstand alleine dazu aus, um etwas wirklich zu verstehen! Voraussetzung für das „Verstehen“ ist es, zunächst einmal überhaupt irgendeinen Wissensspeicher zur Verfügung zu haben. Im Falle der Spezies Mensch wird dieser, in Fachkreisen, auch Gehirn genannt.

Um etwas Neues zu verstehen, sollte diese biologische Festplatte bereits im Vorfeld mit Grundlagen und bestenfalls fundierten Inhalten, also mit irgendwelchen neuronalen Anknüpfungspunkten zum jeweiligen Wissens- bzw. Lernthema, bespielt worden sein.

Diese, lediglich ca. 1,5 Kilogramm schwere, Schwabbelmasse zwischen den Ohren eines Humanoiden ist ein echter Workaholic. Das menschliche Gehirn hat rund um die Uhr nichts Besseres zu tun, als die neuen, inneren und äußeren Impulse fortwährend mit den bereits vorhandenen Datenbanken abzugleichen, diese ggf. anzupassen und die neuen Informationen mit den bereits vorhandenen Inhalten regelmäßig gegenzuchecken. Das alles geschieht meist unbewusst. Der durchschnittliche konditionierte, zivilisierte, mitteleuropäische Gehirnherumträger bekommt demzufolge von diesen vielschichtigen Prozessen, wenn überhaupt, nur sehr wenig mit.

Somit ist wirkliches Verstehen nur dann möglich, wenn die neuen, jetzt auch irgendwie verstandesgemäß-sprachlich, also tatsächlichen und bewussten Infos an bereits vorhandenes Wissen andocken und sich zuordnen bzw. auch gegensätzlich einordnen lassen. Diese Schaffung neuer neuronaler Netzwerke und somit die Positionierung der jungfräulichen Inhalte im Wissensspeicher eines aktiven Gehirnbenutzers ist unter möglichst normalen Voraussetzungen jederzeit und unbegrenzt möglich. In logischer Konsequenz wäre bei Betrachtung dieser komfortablen Grundbedingungen jetzt auch ein grundsätzliches Verstehen möglich, oder!?

Um etwas aber wirklich langfristig und nachhaltig zu verstehen, reicht dies alleine nicht aus, denn: Der Mensch versteht nur das, was er auch wirklich verstehen will!

Fühlt sich jemand durch eine frische Information beispielsweise angetriggert, ge- oder betroffen und kann sich diese Info aber nicht wirklich zugestehen, so wird dieser neue Impuls abgeblockt und vom Gehirn boykottiert. „Wir wollen etwas nicht wahrhaben!“ Das heißt, dass es beim Verstehen im weitesten Sinne auch elementar darum geht, das Neue überhaupt „verstehen zu wollen“!

Das Dilemma an der ganzen Sache ist, dass diese, unserem Neuigkeitsdetektor namens Hippocampus unterliegenden Prozesse, stark im Hintergrund ablaufen und sich der Gehirnbesitzer selbst dieser Rahmenbedingungen nur in den seltensten Fällen wirklich bewusst ist. Wer demzufolge also etwas nicht verstehen will, der ist sich – im tiefsten Grunde seines Gehirns – darüber nicht wirklich bewusst und ebenfalls nicht dazu bereit, ehrlich – ehrlich zu sich selbst – zu sein.

Ehrliche Bewusstwerdung ist angesagt!

Machen Sie sich Folgendes klar:

  • Wer nicht verstehen will, der beschönigt Sachverhalte.
  • Wer nicht verstehen will, der verdreht Sachverhalte.
  • Wer nicht verstehen will, der lehnt auch scheinbar unumstößliche Sachverhalte ab.
  • Wer nicht verstehen will, der bescheißt sich in letzter Instanz nur selbst.

Dies führt zu den, uns allen bekannten Kommunikationsverzerrungen im Innen und Außen. Als Konsequenz wird der Unwissende niemals wirklich mit sich selbst ins Reine kommen und nur bedingt Klarheit über seine subjektive Wahrnehmung und somit auch seine selbstgeschaffenen Wahrheiten erlangen. Er wird ein Leben lang dazu verdammt bleiben, seinem persönlichen Glück hinterherzujagen! … Und genau wegen diesen angeführten Thematiken und vielen weiteren überzeugenden Gründen, schaffen wir mit dem Seminarhaus zukünftig Abhilfe.

Bedenken Sie: Alles beginnt und endet mit Ihrem Gehirn. Sind Sie ein Gehirnbenutzer oder nur ein Gehirnherumträger? Besuchen Sie uns zu einem der nächsten Informationstage, Special Acts, Open House-Veranstaltungen und / oder zu einem der nächsten ausgeschriebenen Termine hier auf unserer Website.

Wir freuen uns auf Sie!

Rainer & Bärbel